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Release Updates

Marketing Cloud August '17

Salesforce Marketing Cloud August '17 Release – Top Neuerungen

Im ca. 2-monatigen Rhythmus dürfen wir uns regelmäßig über ein neues Marketing Cloud Release erfreuen. Seit dem 25. August steht nun das August Release zur Verfügung. Schauen wir uns näher an, welche wichtigen Neuerungen Sie erwarten dürfen.

E-Mail Studio / Content Builder

Content und Ordner Sharing

Bislang war es in Enterprise 2.0 Accounts im Content Builder zwar möglich seine E-Mails mit anderen Business Units zu teilen, jedoch fehlte die Möglichkeit das Level des Zugriffs zu steuern. Das bedeutet, dass bspw. Business Unit A nur über eine READ Permission verfügen soll und Business Unit B hingegen über eine EDIT Permission.

Mit dem August Update können drei Stufen der Editierung vergeben werden.

  • View & Send – Mit dieser Berechtigung kann die Business Unit den freigegebenen Inhalt nicht bearbeiten. Allerdings kann sie den Content in eine Nachricht aufnehmen.
  • Edit locally(nur für E-Mails verfügbar) – Mit dieser Berechtigung kann die Business Unit die freigegebene E-Mail lokal (in der jeweiligen Business Unit) kopieren und bearbeiten. Änderungen wirken sich nicht auf die Original-E-Mail aus.
  • Edit globally – Mit dieser Berechtigung kann die Business Unit den ursprünglich freigegebenen Inhalt bearbeiten. Alle Bearbeitungen, die vorgenommen werden, überschreiben den Inhalt für alle anderen Business Units.

Komplette Ordner lassen sich auch in Enterprise 2.0 Accounts teilen. Salesforce hat hier einige Restriktionen vorgegeben.

  • Salesforce erlaubt standardmäßig keine benutzerdefinierten Rollen mit diesen Berechtigungen. Die entsprechenden Berechtigungen müssen im Bereich "Freigegebene Ordner" vom Content Builder in den Administrationsberechtigungseinstellungen zugewiesen werden.
  • Freigegebene Ordner müssen immer mit der untergeordneten Enterprise Business Unit in Ihrem Konto geteilt werden.
  • Es können maximal 100 freigegebene Inhalte in einem freigegebenen Ordner platziert werden.
  • Es können maximal 100 untergeordnete Ordner in einem freigegebenen Ordner erstellt werden.
  • Sie können Ordner nicht von der lokalen auf die freigegebene Registerkarte verschieben und umgekehrt. Sie können Inhalte zwischen lokalen und freigegebenen Ordnern verschieben.
  • Um dem Root Shared Content-Ordner Inhalte hinzuzufügen, müssen Sie die Across Enterprise Sharing-Einstellung aktivieren.

Für Unternehmen, die alle aktuellen und zukünftigen Dateien zwischen ihren Business Units teilen möchten, ohne ständig Ordner zu re-sharen (bei der Erstellung einer neuer Business Unit), können dies über eine neue Sharing-Option tun.

Wahl der Personalisierungs-Datenquelle

Dieses neue Feature sollte alle erfreuen, die zur Personalisierung mit Attributen aus Data Extensions arbeiten. Ab sofort stehen diese, neben den Profilattributen, auch in der Drop-Down-Liste zur Verfügung. Somit ist ein lästiges Hin- und Herwechseln und Zwischenspeichern nicht mehr notwendig.

Neue Darstellung bei Referenz zu einem anderen Content Block

Viele wissen sicherlich, dass man innerhalb eines Content Blocks auf andere Content Blocks – per AMPscript – verweisen kann, um dynamische Inhalte anzuzeigen. Jedoch wurde immer nur der AMPscript Code in der Editor-Vorschau dargestellt. Mit dem neuen Referenzblock wird nun der Blockinhalt angezeigt. Darüber hinaus soll auch das altbekannte Problem mit der Anzeige des aktuellen Contents über einen sogenannten "Pointer" gelöst sein.

Content Block AREAS Sperren

Eines der tollen Features, die der Content Builder bislang nicht bot, ist die Möglichkeit einzelne Content Areas zum weiteren Bearbeiten vom Administrator zu sperren. Beim Teilen der E-Mail mit einer anderen Business Unit besteht nun die Möglichkeit festzulegen, ob der gesperrte Content wieder vom Administrator freigegeben wird.

Automation Studio

Das Automation Studio, als Teil des Journey Builder, wird mit jedem Release immer weiter ausgebaut. Eine Zeit lang sah es so aus, als würde nur der Journey Builder aufgrund seiner weitaus größeren Möglichkeiten weiterentwickelt werden. Wie sich aber zeigt, sind simple bzw. lineare Automatisierungen weiterhin fester Bestandteil vom Automation Studio.

Verwaltung des Start Types

Jede Automation beginnt mit einer Startquelle (Scheduled oder File Trigger), die bislang immer anfangs beim Aufsetzen fix ausgewählt werden musste. Damit soll nun Schluss sein dank des Start Type Management. Die Startquelle kann jederzeit per Drag & Drop in die Workflow Oberfläche hineingezogen werden oder auch geändert werden.

Neue Activities Bar

Das Thema Nutzerfreundlichkeit und einheitliches Auftreten der verschiedenen Apps steht schon lange auf der Roadmap von Salesforce. Mit diesem Release hat auch die Activities Bar einen neuen Anstrich erhalten – sie sind nun besser erkennbar.

Journey Builder

Wait Activity nach Attributen

Mit dieser Erweiterung bieten sich neue Szenarien. So lässt sich jetzt eine Wartezeit in Verbindung mit einem Attribut setzen. Beispielsweise könnte ein Datumsfeld als Bedingung gesetzt werden (z. B. warte 7 Tage bis zum Eintreten des Datums in dem Feld). Sehr denkbar ist das bei Verwendung von Gutscheinen, die an eine bestimmte Laufzeit geknüpft und der Möglichkeit jemanden einen Reminder zu senden.

Journey Exit-Kriterium für bessere Kontrolle

Journey Exit-Kriterien sind dem bisher bekannten Goals sehr ähnlich und beides kann auch gleichermaßen genutzt werden (kriterienbasiert), wenn es um das Verlassen eines Contacts aus der Journey geht. Nur sind Exit-Kriterien konsequenter, da sich das Ausscheiden entlang des Durchlaufs der Wait Activity und des Erreichens der gesetzten Filter-Kriterien entscheidet. Goals hingegen sind eher für das Erzielen bestimmter Metriken ein gutes Mittel.

Integrationen

Journey Builder Objekt Aktivität: Objekt auswählen;

Mit diesem Release sind verhältnismäßig wenig neue Funktionen und Erweiterungen hinzugekommen. Eine kleine, aber sehr hilfreiche Erweiterung ist die Suchfunktion beim Verwenden von Salesforce Events als Entry Event. Im ersten Schritt konnte man ein Objekt vorher im Drop-Down-Menü nur aufwendig auswählen. Hinzugekommen ist jetzt ein kleines Suchfeld, was gerade bei vielen Custom Objects für den Bearbeiter ein Segen ist.

Marketing Cloud Mobile App

iOS: Shared Content nun auch für die Mobile App verfügbar

Dieses Feature ist wohl eines der ersten, die zum Zeitpunkt eines Launch in der Desktop-Version gleichzeitig für die Mobile App ausgerollt werden. Wie zuvor im Beitrag erwähnt, kann Content in dem neuen Content Builder jetzt zwischen den Business Units nach Permission Stufen geteilt werden.

Android: Journey Builder nun auch unterstützt

Die Android App wurde später gelauncht und somit sind Funktionen, die für iOS schon verfügbar sind, später eingeführt. Auch der Journey Builder ist nun im App-Menü auswählbar. Mit Journeys können Sie laufende, gestoppte, beendete und auch Journeys im Entwurfstatus überwachen. Wählen Sie eine bestimmte Journey, um tiefergehende Einblicke, wie Send Performance, Zielerreichung, Zielbeschreibung und Versionen zu sehen.

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